1930
Otto Haug jr. übernimmt mit nur 23 Jahren den Gasthof nach dem frühen Tod seines Vaters und heiratet 1941 seine Frau Eva geb. Mehnert, Tochter eines Mühlenbesitzers und einer großen Bäckerei aus Hainsberg (heute Freital) bei Dresden. Eva Haug kümmert sich während der letzten Kriegsjahre und der damit verbundenen Abwesenheit des Hausherren um Landwirtschaft und Hof, die 3 Kinder Bernhard, Barbara und Reinhard und die ersten Heimatvertriebenen. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges fanden im Saal viele heimatvertriebene Menschen kurzzeitig einen Ort der Ruhe und Besinnung, um dann den weiterhin unbekannten schweren Weg in die Zukunft zu finden.
Nach dem Ende des Krieges übernimmt die Schwägerin Caroline Haug (eine gebürtige Österreicherin) Anfang der 50iger Jahre den Gasthof und zahlt für Gasthof und Saal eine monatliche Pacht von 30,00 Mark. Sie wohnt gemeinsam mit ihrem Mann, dem jüngeren Bruder von Otto Haug mit im Haus. Neben noch weiteren Familienmitgliedern lebten noch einige Jahre verschiedene Familien als Mieter in dem späteren Altenteil der Familie Haug.